Sturmflut 1962 - Feuerwehr Büsum

Suche
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Sturmflut 1962

Einsätze

Sturmflutkatastrophe 16./ 17.02.1962
Nach Tagen schwerer Weststürme erlebte Büsum am Abend des 16. Februar 1962 eine Sturmflut, die man erst als grandioses Naturschauspiel betrachtete.
War man doch an Sturmfluten seit je gewöhnt. Als die Strandkorbbude und der Musikpavillon in den Fluten versanken, nahm man das auch noch nicht zu tragisch.
Vorsorglich hatte man jedoch bereits am Morgen des 16. für das Hinterland Katastrophenbereitschaftsalarm gegeben.
Als dann die schweren Brecher in hohen Bogen sogar über die Deichkrone hinwegspritzten, stimmte das doch bedenklich, obwohl noch vor Erreichen des ´Hochwassers´ der brüllende Weststurm nach Nordwesten drehte. Dennoch konnte die Sturmflut riesige Löcher in den Seedeich reißen, besonders vor dem...
Es wurde Katastrophenalarm gegeben, und man ging mit aller Kraft an das Schließen der ausgespülten Löcher.
Büsumer Lastwagen fuhren Sandsäcke, Faschinen, Knüppel und Draht heran. Die Bauern opferten ihr schon so knappes Preßstroh, das sie eilig mit ihren Treckern heranschafften.
Am nächsten Morgen 6 Uhr wurde nochmals Alarm gegeben.
Peterwagen der Polizei forderten mit ihren Lautsprechern alle arbeitsfähigen Männer zum Katastropheneinsatz auf: Deichbruchgefahr!

Alarmierte Bundeswehrabteilungen griffen ein. Neben den Männern der
Feiwilligen Feuerwehr, selbst denen aus der Geest, kam von allen Seiten Hilfe herbei: DRK, THW, Autos des ADAC, Männer des DGB, der DLRG u.a., galt es doch, im Wettlauf mit der mittags wieder aufkommenden Flut die schlimmsten Schäden notdürftig zu beseitigen, um einen Durchbruch des Deiches mit allen seinen unausdenkbaren Folgen für Mensch und Land zu vermeiden. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte für ein möglichst reibungslosen Zufahrtsverkehr für das so dringend benötigte Material. Es waren Stunden pausenloser Kraftanstrengung für die Helfer. Die Mühen waren nicht umsonst, die Deiche hielten!
Alle vorsorglich nach Heide evakuierten Kinder, Frauen und alte Leute aus der Gegend vom Sintreck bis Büsum konnten wieder zurückkehren.


 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü