Großfeuer KTS 1999 - Feuerwehr Büsum

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Großfeuer KTS 1999

Einsätze

Millionenschaden bei Feuer im Kurgastzentrum Büsum:

Wehrmänner reißen in stundenlangem Einsatz Kupferdach auf:

Ein Millionenschaden ist in der Nacht vom 05.08.1999 bei einem Großfeuer am Kurgastzentrum in Büsum entstanden.
Der Brand ist von einer Wohnung über dem ,,Büsumer Pesel", der Gaststätte im Haus, ausgegangen. Dort haben sich zuvor Einbrecher aufgehalten. Daher geht die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus.
Die Rauchmelder im Gebäude lösen den Alarm aus, der auf der Kreisleitstelle aufläuft. Die schickt um 2.06 Uhr die Büsumer Feuerwehr zum Einsatzort. Bereits um 2.10 Uhr trifft dort Wehrführer Karl-Otto Genthe ein und entscheidet sich sofort, die Amtswehr und die Heider Drehleiter zu Hilfe zu rufen. Er ahnt schon, daß auf die Wehrmänner auf dem Dach des Kurgastzentrums schwere Arbeit wartet. Genthe: ,,Das Feuer saß genau unter der Dachhaut und der obersten, Geschossdecke fest."
Wasser, das vom Korb der Heider Dreheiter auf das heiße Kupferdach geschleudert wird, verdampft wirkungslos. Schnell wird klar, daß die Dachhaut aufgerissen werden muß, um an das Feuer heranzukommen. Die Wehrmänner, die fast alle unter Atemschutz arbeiten müssen, nehmen dazu alles, von dem sie sich Erfolg versprechen: Kettensägen, Äxte, Kuhfüße, Meißel und Haken. Mit Sicherheitsleinen schützen sie sich selbst vor einem Absturz, denn sie arbeiten hart an der Dachkante. Sobald sie Löcher geschlagen haben, züngeln Flammen empor.
Jetzt können sie gezielt löschen, nehmen dazu Wasser und Leichtschaum. Auf diese Weise geht es stundenlang nur Quadratmeter für Quadratmeter, vorwärts. Urlauber schauen sich das dramatische Freiluftschauspiel an. Um 5 Uhr sind die Wehrmänner völlig erschöpft. Einsatzleiter Genthe ruft die Wesselburener Wehr mit ihren Männern und Atemschutzgeräten zu Hilfe. Insgesamt kämpfen 114 Blauröcke gegen den Brand, verbrauchen über 80 Luftflaschen. Kurdirektor Günter Grote und Bürgermeister Volker Johann eilen noch nachts zum Unglücksort, um sich einen Überblick über die Schäden zu machen. ,,Gott sei Dank", sagt Grote gestern in einer ersten Bilanz, sei der Haustechniker des Kurgastzentrums, Gerald Warner Gruppenführer in der Büsumer Wehr.
Warner denkt nämlich als erstes an die Computeranlage und die Bühnentechnik im Erdgeschoss, hilft beim Abdecken mit großen Plane. Damit fallen die schon mal nicht dem Löschwasser zum Opfer. Doch 1000 Quadratmeter Teppich stehen am Ende unter Wasser, vor allem im großen Saal, in dem halb Dithmarschen schon Feste gefeiert hat. Eine Spezialfirma will nun Löcher in den Estrich bohren und dort Riesen-Föns reinstecken, um alles wieder trocken zu pusten. Gestern wurde erst einmal der vollgelaufene Fahrstuhlschacht leergepumpt. Zwei Wohnungen über dem ,,Pesel" sind zerstört. In einer von ihnen sollen Einbrecher das Feuer gelegt haben. Grote rechnet damit, daß die Wohnungen ganz neu aufgebaut werden müssen. Er schätzt den Gesamtschaden auf eine Million Mark. Kaum betroffen ist das Veranstaltungsprogramm der Kurverwaltung. Heute muß Professor Reimer Bull zum plattdeutschen Abend ins ,,Haus des Kurgastes" ausweichen, damit er sich keine nassen Füße holt.

Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle täglich eh unter freiem Himmel. Und die Travestie-Show am kommenden Montag soll voraussichtlich schon wieder im großen Saal stattfinden. (Bericht aus der Dithmarscher Rundschau 06.08.1999)


Am darauf folgenden Tag wird das Zerstörte Dach des Kur- und Veranstaltungszentrums,

Notdürftig mit einer Plane abgedeckt um noch mehr schaden durch Witterungseinflüsse zu vermeiden.
Die Auswirkungen des Feuers sind hier deutlich zu erkennen. Der hintere Bereich ist

bereits mit Plane Abgedeckt. Hier wurden beim Nächtlichen Einsatz das Kupferdach mühselig aufgesägt um an die
Brandnester zu kommen.


Der Brandherd befand sich im dritten Obergeschoss des Kur..- und Veranstaltungszentrums Büsum.

Der Zugang war im ersten Moment nur über ein
Treppenhaus möglich. Dann wurde von der Deichseite über Steckleitern der Angriff zum Dach hin, vorgenommen. Später wurde die angeforderte DLK23-12 aus der Kreisstadt Heide, auf dem Parkplatz neben dem Gebäude in Stellung gebracht.
Über ein Wenderohr wurde versucht des heiße
Kupferdach zu kühlen, aber eine gute Löschwirkung blieb aus, weil des Wasser nicht zur brennenden Dachunterkonstruktion vordringen konnte.

Das Bild aus dem Gebäudeinneren, zeigt eine schon wieder geschlossene Dachöffnung hinter der Brandmauer.

Wie man darauf erkennen kann, war das Feuer bereits bis hinter die Brandschutzmauer über dem großen Saal, vorgedrungen!
Das Sägen der größeren Löschöffnungen war erst mit der Multicut-Motorsäge der FF Heide möglich. Die Dachhaut bestand aus Holzverschalung die mit einer Kupferschichtung beschlagen war.
Währe an dieser Stelle zu spät Gesägt worden, währe der Saal des Kur- u Veranstaltungszentrums Büsum, wahrscheinlich nicht mehr zu retten gewesen... Heute besitzt die FF Büsum selber eine Multi-Cut Säge.


Die beiden im Dachgeschoss befindlichen Wohnungen und des Büro, werden ein raub der Flammen.

Sie brannten komplett aus...
Bei extremer Hitze mußte hier, unter schwerem Atemschutz, das Feuer bekämpft werden.

Eingesetzte Kräfte:
FF Büsum :
LF 16/12, LF 8/6, LF 8, ELW1, MTW, AL 16/4
FF Westerdeichstrich:
LF 8, SW 1000
FF Warwerort:
TSF
FF Hedwigenkoog:
TSF
FF Heide:
LF 16-TS, DLK 23-12, MZF
FF Wesselburen:
LF 16-TS, TSF-GW
KFZ. St.Michaelisdonn:
SKW mit AT-Flaschen
Rettungsdienst:
NEF, RTW



 
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