Ölwehrübung Meldorferbucht - Feuerwehr Büsum

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Ölwehrübung Meldorferbucht

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Große Ölwehrübung in der Meldorfer bucht


Am 24.04.2010 fand die größte Ölwehrübung Schleswig-Holsteins in der Meldorfer Bucht statt. Beginnend am Freitag, den 23. April 2010 mit Aufbauarbeiten wurde die Großübung vorbereitet. Unter der Leitung des zuständigen Landesbetriebes für Küstenschutz und Nationalpark und Meeresschutz - kurz LKN waren fünf Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die Schutzstation Wattenmeer, die Arbeitsgemeinschaft Helialert sowie vier THW- Ortsverbände beteiligt.
Samstag, den 24. April 2010 um 06:30 Uhr begann dann die Übung. Daran waren knapp 200 Personen, zwölf Schiffe, vier Kettenfahrzeuge und ein Hubschrauber beteiligt. Etwa 300 Meter Ölsperren kamen in der Nordsee zum Einsatz.
Das Szenario:
Am frühen Morgen war im Maschinenraum eines Küstenmotorschiffes ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff musste in der Nähe des Büsumer Hafens Notankern. Durch eine Verpuffung ist ein Schaden am Bodentank entstanden aus welchem Öl austrat. Ein Ölfeld trieb Richtung Wattflächen. Die Gefahr für mehrere tausend Vögel und die Verschmutzung der Küste bestand...
Nach der Erkundungsphase wurden die Übungsabschnitte eingeteilt und die Einheiten zugewiesen. Hierbei unterstützten die THW-Helfer aus Heide, Meldorf und Tönning die Feuerwehren aus Husum, Brunsbüttel, Hennstedt, Meldorf und Büsum, sowie das LKN. Ebenso wurde eine Führungs- und Koordinationsleitstelle vom THW Ortsverband Flensburg bereitgestellt. Auch auf der Büsumer Hafen-Ostmole wurde eine Abschnittsleitung von der Büsumer Feuerwehr mit einem ELW eingerichtet.
Die Feuerwehren hatte in der ersten Einsatzphase die Aufgabe zusammen mit dem Seenotrettungskreuzer der DGzRS „Hans-Hackmack“ das Feuer auf dem angenommenen Havaristen „MS ILKA“ zu bekämpfen und eine Person aus dem Maschinenraum zu retten.
Dieses verlief trotz der Enge auf dem Schiff sehr zügig. Hierbei gingen vier Trupps unter AT vor.
Um möglichst realitätsnah zu Üben ohne die Natur zu gefährden, wurde statt Öl Popcorn verwendet. Popcorn hinterlässt keine Rückstände und ist sehr gut auf dem Wasser zu erkennen. Eine Ölsperre wurde ausgelegt und konnte so die Gefahr einer "Popkornverpestung" eindämmen.
Zeitgleich wurde mittels Hubschrauber benötigtes Material und Gerät vom Festland zum havarierten Schiff geflogen. Weitere Übungseinlagen an Land waren z.B. fachgerechtes Retten von Vögeln, die Dekontaminierung von Fahrzeugen und Personen, sowie das Absaugen und Reinigen von Öl am Ufer. Um die Mittagszeit wurde die Übung mit zufriedenem Ergebnis beendet.

(Fotos: BÜSUM Spontan, Feuerwehr Büsum / Bericht: J. Albrecht FF Büsum)


 
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