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Aktuelles
Viel zu tun in wachsender Gemeinde
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Büsum
Viel zu berichten hatte Wehrführer Andreas Genthe bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Büsum am 14.01.12. in der Gaststätte „Zur Erholung“.
Im vergangenen Jahr musste die Einsatzabteilung der Wehr zu insgesamt 104 Ernstfällen ausrücken. Davon waren 37 Brandeinsätze und 67 Hilfeleistungen wie Lenzeinsätze, Tierrettungen, Ölspuren oder Verkehrsunfälle zu verzeichnen.
Im Grunde positiv aber auch mit Sorge blickt man auf die immer dichter werdende Bebauung und geplante Großprojekte im Nordseeheilbad.
Nicht nur in die Höhe, sondern die Ortsgrenzen selbst wurden in den letzten Jahren immer mehr nach außen verschoben. Der Fuhrpark ist aufgrund von Ersatzbeschaffungen in einem Technisch guten Zustand. Doch die vorgehaltenen Fahrzeuge wurde seit Anfang der Siebziger Jahre auch nicht aufgestockt. Schilderte Wehrführer Genthe den anwesenden Kameraden und Gästen. Mann hofft, dass die für den Brandschutz verantwortliche Gemeinde, bald zu einer Lösung für das Fehlende Hubrettungsfahrzeug findet. Bürgermeister Maik Schwartau konnte zum Sachstand nur bestätigen, das der Gemeinde alle nötigen Informationen seitens der Feuerwehr zur Verfügung gestellt wurden. Nicht nur ein Brandschutzbedarfsplan sondern auch ein Bebauungskataster mit Risikoschwerpunkten und Gebäudehöhen wurde extra für Büsum erstellt. Hierin wird die eigentlich ohnehin schon bekannte Notwendigkeit eines Hubrettungsgerätes noch deutlicher. Zum Handeln ist die Politik aufgefordert, die bisher noch kein Beschluss in dieser Sache getroffen hat.
Als Beschaffung für 2012 steht das bei Feuerwehren in allgemeinen als "Mittel für die letzte Möglichkeit" gedachte und in Büsum einzige Sprungtuch an. Dieses fällt in diesem Jahr aus Altersgründen der Mülltonne zum Opfer. Bisher wurde standardmäßig so ein Sprungrettungsgerät auf dem Löschfahrzeug LF 16/12 mitgeführt. Ein moderneres neues Rettungsposter welches in Sekunden mit Druckluft befüllt werden kann, ist als Ersatzbeschaffung in diesem Jahr vorgesehen. Sprungpolster kommen dann zum Einsatz wenn der Einsatz einer Leiter nicht möglich ist. Beispielsweise in Hinterhöfen, keine Anfahrt wegen Falschparkens möglich ist und auch andere Rettungswege nicht zur Verfügung stehen. Daher ist es zwingend notwendig um diese Option für einen rettenden, aber auch risikobehafteten Sprung aus einem Brandobjekt zu haben. Ein Sprungpolster ersetzt daher kein Hubrettungsgerät wie eine Drehleiter. Bevor in diesem Jahr Ausrüstung beschafft werden kann, muss der im Haushalt der Gemeinde enthaltene Feuerwehr-Etat allerdings erst noch freigegeben werden. Teilte Andreas Genthe weiter mit.
Aus Mitteln vom letzten Jahr wurden erst kürzlich eine Tauchpumpe und zehn neue Einsatzschutzjacken angeschafft. Diese wurden umgehend an Kameraden ausgeteilt die als Atemschutzgeräteträger im Ernstfall tätig werden. Die alte Kleidung hat in über zehn Jahren Gebrauch sichtlich gelitten. Die Zehn kaputtesten Jaken wurden nun ausgemustert. In den nächsten Jahren soll weitere Einsatzschutzkleidung ersetzt werden, wenn die Mittel hierfür bereitgestellt werden.
Viele Lehrgänge besuchten Büsumer Kameraden auf Kreisebene im letzten Jahr. Aktuell musste die Feuerwehr bei Notfällen immer öfter betroffene betreuen oder Erste-Hilfe leisten bis der Rettungsdienst Vorort ist oder diesen unterstützen. In kürze ist daher die Auffrischung des Erste-Hilfe Kurses geplant. Kritisch ist derzeit die Mitgliederzahl der rund fünfzig Kopf zählenden Einsatzabteilung. Die Tagesverfügbarkeit von Freiwilligen Kräften beobachtet man immer mehr mit Soge. Der Demografische Wandel macht sich hier immer mehr bemerkbar. „Hier müssen wir mehr tun“. Wehrführer Genthe bat Bürgermeister Schwartau bezüglich diesen Problems nach einer zukunftsweisenden Möglichkeit in der Gemeinde zu suchen.
Stellvertretender Kreisbrandmeister Klaus Vollmert überbrachte die Besten Grüße vom Kreisfeuerwehrverband. Amtsvorsteher Peter Natius bedankte sich herzlich bei der Büsumer Feuerwehr für Ihren tatkräftigen Einsatz auf Amtsebene. Insbesondere bei Löschhilfen oder Technischen Hilfeleistungen z.B. mit der Ölwehr wie erst kürzlich bei einem Einsatz in Reinsbüttel. Man ist froh wenn die Büsumer zur Hilfe kommen. Amtswehrführer Siegfried Annies gab bekannt das bereits in diesem Jahr Schulungen bezüglich des für 2013 geplanten Startschusses für den Digitalfunk angeboten werden sollen.
Ralf Dittberner wurde in dem Amt als Gerätewart wiedergewählt. Neuer Schriftführer ist ab sofort Wolfgang Ulferts der von der Versammlung einstimmig gewählt wurde. Er löst Jens Peters nach sechs Jahren Amtszeit ab. Rechnungsprüfer wurde Frederick Kaiser.
Bei den Ehrungen erhielt Horst Ehrhardt das Dienstabzeichen für fünfzig Jahre, Hermann Friedrichs für vierzig Jahre und Björn Schmidt so wie Thomas Schröder das Dienstabzeichen für zehn Jahre. Übernommen aus der Jugendfeuerwehr wurde in die aktive Wehr Finn Schröder. Das Jubiläum der Jugendfeuerwehr Büsum ist natürlich auch Thema und Pogramm für die Aktive Wehr. Für Mitte des Jahres ist ein großer tag der Offenen Tür geplant den man gemeinsam im Zeichen der Jugendfeuerwehr gestalten möchte.
Bericht: Pressebeauftragter Jens Albrecht FF Büsum





